Posted by on Mai 15, 2013 in | 1 Kommentar

Mit dem Schnitzmesser umgehen können nicht viele. Der Lasberger Josef Schmidt hat sich diese Kunst selber beigebracht und in den vergangenen Jahren immer weiter verfeinert. Ein geschnitzter Herrgott aus seiner Werkstatt ist schon ein ganz besonderes Stück Kunsthandwerk.

Josef Schmidt kennt man von den Handwerksmärkten im Mühlviertel. Mit seinen Holzschnitzarbeiten passt er sich dem jeweiligen Anlass an – von Ostern bis Weihnachten. Ein Überblick über seine Werke bietet auch der kleine Schauraum, den er sich daheim für die Kunden eingerichtet hat.

Besondere Sorgfalt und Liebe zum Detail ist in den Kruzifixen von Josef Schmidt zu erkennen. Es ist ihm ein persönliches Anliegen, bäuerliches Handwerk – zu dem auch das Herrgottschnitzen gezählt werden darf – zu pflegen. Dabei hat er den Umgang mit Holz nicht beruflich erlernt. Vor seiner Pensionierung war der gelernte Betriebsschlosser als Beamter tätig. Die verschiedenen Techniken musste er also in Kursen und durch Selbststudium erwerben. „Ich wollte immer etwas schaffen, das man angreifen und bewundern kann“, erklärt Josef Schmidt, was ihn dabei angetrieben hat. Als Ausgangsmaterial nützt er alles, was der Wald hergibt. „Die Früchte des Waldes“, wie Josef sein Material lachend nennt.

Handarbeit mit Sinn

Auf den Märkten ist Josef Schmidt meist nicht allein, auch wenn er nicht gerade von interessierten Kundinnen und Kunden umringt wird. Seine Frau Anna teilt mit ihm die Leidenschaft für das handwerkliche kreative Schaffen. Sie fertigt Hausschuhe aus Naturbast und Stroh und sie strickt wärmende Socken.

Wer sich Josef Schmidts Schnitzarbeiten genau anschauen möchte, besucht ihn am besten in der Werkstatt in Lasberg, Lindenfeld 23. Eine Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0664 / 4149431 ist zu empfehlen.