Posted by on Nov 11, 2017 in | Keine Kommentare

Naturprozesse stehen im Mittelpunkt des Schaffens von Rainer Füreder. Die Bildwelten des Malers zeichnen sich durch bunte Pflanzenstrukturen und das Spiel mit dem Sein und dem Nichts aus. „In meinem Werk steckt der Gedanke, dass das Nichts und das Sein einander bedingen. Sie beziehen ihre Spannung aus der Leere des Hintergrundes und der Dinge des Geschaffenen“, erklärt er. Rainer Füreders Œuvre umfasst Zeichnungen, Bilder aus Mischtechniken und graphisch bestimmte Reliefs auf transparentem Material sowie Ölgemälde und jüngst Aquarelle. Die Beschäftigung mit der Natur und deren künstlerische Repräsentation ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk.

Begonnen hat der künstlerische Werdegang von Rainer Füreder in den 80er Jahren mit Zeichnungen von pflanzlichen und abstrakten Strukturen, die durch das Spiel mit der Linie und monochromen Farbschatten gekennzeichnet sind. Mitte der 90er Jahre folgte eine Phase, in der er sich mit architektonischen Elementen in der Malerei auseinandersetzte. In dieser Zeit entstanden Rainer Füreders Reliefs, deren größere Gewebeflächen Ornamente, Symbole und Schriftzeichen zieren.

Von Öl bis Aquarell

Seit dem Jahr 2003 beschäftigt sich Rainer Füreder intensiv mit der Ölmalerei. Seine Handschrift war auf den Gemälden nicht auf Anhieb zu identifizieren, da er zunächst mit dem Format und dem Material experimentierte. Bei seinen jüngeren Arbeiten ist der Übergang von der Zeichnung zur Malerei gänzlich ersichtlich. Aktuell widmet sich Rainer Füreder der Aquarellmalerei. Auch hierbei sticht seine Ausrichtung auf das Thema Blumen und Pflanzen hervor.

Rainer Füreders Inspiration ist der Zwischenraum. „Stellen Sie sich vor, Sie betrachten ein Kunstwerk. Linien, Form, Motiv. Und nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was der Künstler auf diesem Werk nicht gemalt hat. Auf die Leere zwischen den Linien und Flächen. Ein vertrautes Schau-Spiel durch paradoxe Sehweise – wie Laotse sagte: Schneide Tür und Fenster aus, damit ein Raum entsteht. Es sind die Löcher, die ihn brauchbar machen“, erläutert der mehrfach ausgezeichnete Künstler.

Rainer Füreder ist 1952 in Oberneukirchen geboren. Er besuchte die Kunstschule der Stadt Linz und absolvierte anschließend die Meisterklasse Textiles Gestalten an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. Seit 1988 ist er freischaffender Künstler mit Ateliers in Linz, Wien und Oberneukirchen (OÖ).

Kontakt: fuereder.rainer@gmail.com