Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Ausstellung: MÜK fädelt ein

3. Juli @ 10:00 - 28. September @ 18:00

Eintritt frei

Mit der Handarbeit mit Nadel und Faden beschäftigt sich die heurige Sommerausstellung in der Galerie im MÜK (Mühlviertel Kreativ Haus) in Freistadt. Die Kuratorinnen Carin Fürst und Karin Geishofer haben handwerkliche Fundstücke aus der Vergangenheit den exzellenten künstlerischen Arbeiten von Anneliese Ehrlich, Anneliese Schuber, Monika Steiner und Edith Kals zur Seite gestellt, um die große Bandbreite des textilen Schaffens aufzuzeigen.

Handarbeit mit Nadel und Faden wird heute vielfach thematisiert – in Youtube-Videos, auf Instagram, Pinterest und anderen Social Media. Freilich findet man da meist nicht die Handarbeiten, die unsere Großmütter beschäftigt haben. Von Hand gemacht wird alles, was Spaß macht, nützlich oder einfach schön anzuschauen ist. Strenge Vorlagen sind passé, die Kreativität sprießt und die Ergebnisse sprengen oftmals die Grenzen zwischen Handwerk und Kunst.

Vom Gestern zum Heute

In diesem Spannungsfeld ist die Sommerausstellung „MÜK fädelt ein“ angesiedelt. Kuratorin Carin Fürst und Co-Kuratorin Karin Geishofer haben sich angeschaut, was unsere handarbeitenden Vorfahrinnen gefertigt haben (traditionellerweise werkten im nicht-professionellen Bereich fast nur Frauen mit Nadel und Faden). Das liebevoll bestickte Taufkleid, das Strudeltuch oder die detaillierten Stickvorlagen aus dem Handarbeitsunterricht zeigen, dass auch damals Funktionalität und Schönheit vereint wurden. So manches Handarbeitsstück, das mit großem zeitlichen Aufwand entstanden ist, bleibt in der Familie und wird mit nostalgischen Gefühlen an die nächste Generation weitergegeben. Vieles aber landete auch achtlos auf Flohmärkten oder beim Altwarenhändler und nur wer genau hinsieht, vermag die Mühe, die aufgewendete Zeit und die eine oder andere ganz persönliche Geschichte dahinter zu erahnen.

Kunst und Handwerk

Aktuell tätige Ausstellerinnen zeigen daneben auf, wie das Handwerk mit Nadel und Faden zur Kunst transformiert. Vom Gestern zum Heute spannt sich der Bogen. Vom Mustertuch zur völligen künstlerischen Freiheit.

Anneliese Ehrlich, Anneliese Schuber, Monika Steiner und Edith Kals präsentieren ihre Werkstücke und lassen Betrachter/innen staunen über den verführerischen Charme alter Techniken, die sich zu traumhaften Objekten und wunderschönen Bildern gewandelt haben.

Die Ausstellung in der MÜK-Galerie ist zu den Öffnungszeiten des Hauses bei freiem Eintritt zu sehen – jeweils Mittwoch bis Samstag von 10 bis 18 Uhr.


Die Künstlerinnen:

Monika STEINER

Geb. 1955 in Offenhausen/OÖ, bis 2013 im Lehrberuf tätig (Kunsterziehung, Mathematik)

1984/85 Studienjahr an der BGSU,Ohio (Malerei, Druckgrafik, Aktstudium)

1988-1991 Aufenthalt in Boston/USA, erste Begegnung mit dem Artquilt

Danach intensive Auseinandersetzung mit Textilem als Werk-und Gestaltungsmittel im Selbststudium und in der Fortbildung

Ausbildung in Museumspädagogik und Kunst-und Kulturvermittlung an der PH Linz,

Lebt und arbeitet in Lambach, OÖ. www.monikasteiner.at


Anneliese EHRLICH

Biografisches: Geboren m 15.4.1955 in Wien, Studium an der Akademie der bildenden Künste und an der Universität Wien. 1982 bis 2015 Unterrichtstätigkeit an Gymnasien und in Institutionen der Erwachsenenbildung und der Lehrerfortbildung. Gruppen- und Einzelausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien.

Arbeit: „Ich fotografiere seit ich mit 11 Jahren meinen ersten Fotoapparat geschenkt bekam. Während des Studiums entflammte mein Interesse für die Diversität des Haptischen und des Optischen der Textilien und, nicht zuletzt, für die Vielfalt textiler Techniken, die auch mit oder auf nichttextilem Material angewandt werden können. Naheliegend, dass ich für meinen künstlerischen Ausdruck die oftmalige Verknüpfung von Textil (oder textiler Technik) und Fotografie suchte. Drucken (Siebdruck, Modeldruck, digitaler Print), Sticken und Nähen kombinierte ich zum Beispiel bei der Arbeit im MÜK mit den teilweise digital bearbeiten historischen Papierfotografien.

Zu der Vorliebe für Textil und Fotografie gesellte sich seit einigen Jahren das  Medium Papier in Form von künstlerisch gestalteten „Altbüchern“, die oft zerlegt, bemalt, bedruckt, benäht oder collagiert und wieder zusammengesetzt werden.

Mein Ausstellungsstück im MÜK: „MOMENT“ (Wickelpolster, Kinderhemdchen, bestickte Buttons): Der Tod meines Bruders war der traurige Anlass mich mit der eigenen Familiengeschichte intensiv auseinander zu setzen. Außer den Wickelpolster und die Babykleidung aus dem textilen Familienerbe, fand ich zum Glück auch noch das so genannte Geburtentagebuch meiner Mutter, in welchem sie Aufzeichnungen zur Geburt ihrer 3 Kinder und Notizen zur allgemeinen Kinderpflege machte. Der Wickelpolster ist mit ausgewählten Seiten aus dem Tagebuch bedruckt und auf ihm die bestickten Abbildungen der Vorfahren appliziert. Zwei originale Kinderhemdchen, die bestickte Foto-Buttons der Großväter beider Linien tragen, flankieren den Polster.

Sammlung: Begonnen hat alles mit den historischen Stick- und Nähtüchern aus den Jahren 1883 und 1890 von der Mutter und Tante meiner Schwiegermutter, die wir im Nachlass meiner Schwiegermutter fanden. Dazu kamen auf mich, ohne systematisch zu suchen, weitere derartige Tücher, die ich mit offenen Armen in meine ständig wachsende Sammlung historischer Stoffe, Spruchbänder, Handarbeitsgeräte, Handarbeitsbücher und Schulhefte aus dem Handarbeitsunterricht aufnahm.

In meiner Sammlung finden sich auch Textilien, die für mich erst durch das ressourcenschonende Flicken oder Einsetzen eines Stoffstückes, interessant geworden sind.  Die Hausfrauen von früher, und da zählen auch noch die Generationen meiner Mutter und Schwiegermutter dazu, bemühten sich Schäden, wenn es schon nicht unauffällig sein konnte, so kunstvoll wie möglich wieder „gut“ zu machen. In meinem Besitz sind noch das „Strudeltuch“ und das „Topftuch“,die man schon alleine durch die gestickten Namensbezeichnungen nicht verwechseln konnte.


Edith KALS

Biografisches: Geboren am 12. Februar 1956 in Kleinraming bei Steyr, Schulbesuch in Kleinraming und Steyr, Studium Textiles Gestalten und Werken am Mozarteum und Mathematik an der Universität in Salzburg. Weiterbildungen im künstlerischen Bereich bei: Kyoko Adaniya-Baier, Patricia Black, Monika Künti, Cherilyn Martin, Ingrid Thallinger, Simone Springer (Rosa Mosa), Mirjam Londono und anderen. 1983 bis 2007 AHS-Lehrerin in Salzburg, Wien und Steyr. Seit 1999 Mitarbeit und Beteiligung im Büro für Landschaftsplanung Kumpfmüller. Aufbau eines eigenen Ateliers in Steyr seit 1992 – Zwei und dreidimensionale Objekte in verschiedenen Materialien Papier – Textil – Keramik – Naturmaterialien. Verheiratet, zwei erwachsene Söhne.


Anneliese SCHUBER

Früher hat hat Anneliese Schuber (Ried in der Riedmark) gerne genäht, dann blieb dieses Können für viele Jahre verschüttet unter den vielfältigen Aufgaben von Beruf und Familie. Erst, als sie durch eine Freundin zur Quiltrunde Steyr stieß, war für sie klar: Das mache ich!

Anneliese Schuber näht Quiltbilder. Die Proportionen zu bestimmen, die Stoffe auszuwählen und zu entwerfen, ist für sie die eigentliche Faszination des Quiltens. Das handwerkliche Können ist die Basis dafür. So entstehen unter ihren Händen kunstvolle Werke mit besonderer Anziehungskraft.

Biografisches:  Studium textil.kunst.design an der  Kunstuniversität Linz, seit 2015 –

 

Details

Beginn:
3. Juli @ 10:00
Ende:
28. September @ 18:00
Eintritt:
Eintritt frei
Veranstaltungkategorie:
Veranstaltung-Tags:
,

Veranstalter

Mühlviertel Kreativ
E-Mail:
office@muehlviertel-kreativ.at
Website:
www.muehlviertel-kreativ.at

Veranstaltungsort

MÜK Freistadt
Samtgasse 4
Freistadt, Mühlviertel 4240 Österreich
+ Google Karte
Telefon:
0794221407
Website:
www.mük.at

Anmeldung